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Am 25. November 1949 wurde dann auch in Denkingen die erste Narrenzunft gegründet. Mit Malermeister Franz Merkle und dem damaligen Bürgermeister Anton Hugger als Präsident erlebte Denkingen glanzvolle Fasnetstage. Nach der Fasnet 1952 kam dann für die junge Narrenzunft das „Aus“, weil sich keine Leute mehr zur Verfügung stellten, um die enormen Aufgaben zu übernehmen.
Rolf Thieringer führte
im Jahre 1967 bereits die ersten Gespräche mit dem damaligen Schulleiter
Alfons Debler über die Organisation eines Fasnetsumzuges. |
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Anfang der siebziger Jahre versuchte Bernhard Streicher, der schon immer mit den Narren und der Fasnet verbunden war, eine neue Maske zu schnitzen. Sie sollte frei sein von den in unserem Raum vorkommenden Typen der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Die ersten beiden Masken waren bis zur Fasnet 1973 fertig. Als jedoch kurz davor sein Vater verstarb, mussten die Masken noch ein Jahr ruhen. In dem darauf folgenden Jahr wurde Bernhard Streicher von seiner Tochter Susi gedrängt, nun endlich auch ein neues Häs zu schaffen. Diesem Drängen ist es zu verdanken, dass nach dem Schmotzigen Donnerstag bis zum Fasnetmontag in einer Rekordzeit, gemeinsam mit Maria Hafner, das „Plätzle Häs“ entstand. Beim Umzug am Fasnetmontag 1974 erfreuten die ersten drei Klippenecker Plätzle Narren die Denkinger Bevölkerung. Im Jahr darauf waren es bereits 13 und bei der Gründung der Zunft 1976 war die Zahl der Plätzle Narren bereits auf 50 angestiegen. Bei der Gründung glaubten einige noch nicht an ein langes Leben der Narrenzunft. Doch hat sie sich in den zurückliegenden zwanzig Jahren ihres Daseins prächtig entwickelt und gute Fasnetstradition begründet und gefestigt. Die Initiatoren der neu zu gründenden Narrenzunft, Ernst Mattes und Rolf Thieringer, begannen noch vor der Fasnet 1976 mit der Organisation. Beim Narrentreffen in Zepfenhan war der erste auswärtige Auftritt der Klippenecker Plätzle Narren. Die angehenden Zunfträte und der spätere Zunftmeister marschierten in blauen Bauernhemden mit. Die Begeisterung und der große Erfolg der Fasnet 1976 gaben enormen Auftrieb. |
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Aufgrund des guten Auftretens der Zunft beim Ringtreffen am 23.01.1977 in Schramberg-Sulgen wurde die Narrenzunft Denkingen noch im gleichen Jahr bei der Ringversammlung in Tennenbronn in den Narrenfreundschaftsring Schwarzwald-Baar-Heuberg aufgenommen. Bei einer Zusammenkunft in Thieringers Backstube am 10.02.1977 konnten sich die Zunfträte erstmals den von Franz Faitsch neu komponierten Denkinger Narrenmarsch anhören. Bereits im kommenden Jahr wurde der von Alfons Debler geschriebene Text zum Narrenmarsch gesungen. Ein erster Höhepunkt im noch jungen Vereinsleben war das 15. Ringtreffen des Narrenfreundschaftringes Schwarzwald-Baar-Heuberg vom 5. bis 7. Februar 1982 in Denkingen. Mit über 4000 Narren und Musikern zog ein Umzug durch die Straßen, die von ca. 15000 Zuschauern gesäumt waren. Für alle Teilnehmer und die ganze Zunft sind dies unvergessene schöne Tage. Bereits am 17. November 1978 wurde der bis zum heutigen Tage amtierende Ringpräsident Günter Hauser bei der Ringversammlung im einstigen „Kronensaal“ in Denkingen gewählt. In der Zwischenzeit gab es auch bei der Denkinger Zunft eine Änderung. Bei der Generalversammlung am 11.11.1979 löste Alois Groß den Gründungszunftmeister Ernst Mattes ab. In den folgenden Jahren erhöhte sich die Zahl der Plätzle Narren kontinuierlich. Der Wunsch nach einer zweiten Narrenfigur beschäftigte die Räte schon eine ganze Zeit lang. Zum 10-jährigen Jubiläum der Zunft im Jahre 1986 wurde die neue Narrenfigur, das „Pfarrbach Weib“ vorgestellt. Mit musikalischen Veranstaltungen begab sich die Narrenzunft auf Neuland. Den Auftakt bildete ein bunter Abend mit den Harzwaldmusikanten am 08.11.1980. Die Hochbergmusikanten, Ewald Sailer und die Geschwister Schneider sind sicher noch in guter Erinnerung, ebenso wie der Trachtenverein Tennenbronn. Mit dem Gastspiel des Heeresmusikkorps 10 der Bundeswehr am 17.11.1984 beendete die Narrenzunft diese Art der musikalisch kulturellen Veranstaltungen in Denkingen. Der Erlös aus dem Konzert mit dem Heeresmusikkorps wurde für den Bau der Friedhofskapelle und an die Behindertenschule in Heiligenbronn gespendet. Der zehnte Geburtstag der Narrenzunft wurde am 25.01.1986 mit einem Brauchtumsabend in der Festhalle gefeiert. Erstmals stellten sich fünf Pfarrbach Weiber auf der Bühne vor. Sie wurden von Zunftmeister Alois Groß vorgestellt und ihre Entstehungsgeschichte wurde erläutert. Neben den Narrenzünften aus Gosheim und Sulz war auch die Zigeunerzunft aus Untertalheim zu Gast. Die Narrenjahre verstrichen und jede Fasnet hatte ihre Glanz- und Höhepunkte. Von 1986 bis 1990 war Klaus Krell Zunftmeister und seit 1990 führt Jürgen Thieringer als Zunftmeister die Narrenschar an. Unter seinem Zepter wurde nicht nur der Denkinger Männertanzwettbewerb in die Welt gerufen, sondern auch das ewige Problem des Narrenstübles mit Lagermöglichkeit in Angriff genommen und auch gelöst. Das Ergebnis, ein schmuckes Narrenheim, wurde bereits am 23. und 24. Juni 1995 eingeweiht (siehe extra Bericht). Die Aktivität und der Wille, etwas zu leisten um etwas zu bewegen und einfach dabei zu sein, war in den vergangenen 20 Jahren bei der Narrenzunft immer vorhanden. Ob Straßenfest, Sichelhenke, Jubiläen der örtlichen Vereine, sonstige Feste und Veranstaltungen in der Gemeinde, die Vertreter und Mitglieder der Narrenzunft waren immer mit dabei. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Fasnetsveranstaltungen ein fester Bestandteil im Jahresablauf der Veranstaltungen in Denkingen sind. |
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Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Narrenzunft Denkingen über 500 Mitglieder und ist der 2. größte Verein in Denkingen.
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