Narrenzunft Denkingen e.V.

Die Geschichte der Denkinger Narrenzunft

Am Dreikönigstag, zum Jahresanfang, beginnt auch die närrische Zeit. Seit über tausend Jahren wird im christlichen Abendland in irgendeiner Form diese Zeit, die Fasnetszeit, gefeiert. Ob dies heidnische Bräuche oder soziale Handlungen sind, ist bis heute nicht eindeutig erforscht.

Mit Reichtum gesegnet war Denkingen noch nie. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn Mesnerbuben aus dem alten Sonntagsrock des Vaters und einer bunten Kirchenfahne ihr erstes Narrenhäs fertigten. Dass es in Denkingen schon früher Fasnet gab, beweist eine urkundliche Erwähnung vom 17. Juli 1729. Laut Urteil eines Gerichtes in Luzern, dem Sitz des päpstlichen Nuntius, wurde der damalige Pfarrer von Denkingen, Ferdinand Stöckhl, am 19. Juli 1729 dazu verurteilt, den Christenlehrpflichtigen das Fasnetsweckle zu reichen.

Über den Fasnetsumtrieb des 19. Jahrhunderts, als Denkingen württembergisch wurde, ist bekannt, dass zur Fasnetszeit verkleidete Gestalten auftauchten und ihr Unwesen auf den Straßen und Gassen trieben.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es hauptsächlich der Turnverein, der sich bei uns für die Fasnet einsetzte. So existieren heute noch Fasnetszeitungen des „Rauch- und Staubreinen Organs des Turnvereins Denkingen“ vom Jahre 1925. Auch der Liederkranz machte Fasnetsveranstaltungen. So können wir in einer Chronik lesen, dass die Fasnetsveranstaltung im Februar 1940 in eine Wohltätigkeitsveranstaltung umgewandelt werden musste und der Erlös den im Felde (Krieg) stehenden Denkinger Soldaten zukam.
Sammlungen und Veranstaltungen für wohltätige Zwecke wurden auch später noch durchgeführt, so z.B. für den Grundstock des Kindergartens (Scheren-schleiferaktion), für die Unterstützung unseres Schäfers im Winterquartier, Spenden für den Bau der Friedhofskapelle, die Behindertenschule in Heiligenbronn und die Grundschule.

Die eigentliche Aufwärtsentwicklung der Fasnet begann in Denkingen, wie auch anderswo, erst nach dem letzten Krieg. Doch bereits Mitte der Dreißigerjahre sah man vereinzelt Narren in gelben Kutten und einer dem Rottweiler „Federehannes“ nachgemachten Maske. Diese wurde von den Einheimischen, Josef Dreher und Bernhard Streicher von Hand geschnitzt. Später wurde dies dann von Anton Roos, Ernst Roos und Manfred Schnee übernommen.

Am 25. November 1949 wurde dann auch in Denkingen die erste Narrenzunft gegründet. Mit Malermeister Franz Merkle und dem damaligen Bürgermeister Anton Hugger als Präsident erlebte Denkingen glanzvolle Fasnetstage. Nach der Fasnet 1952 kam dann für die junge Narrenzunft das „Aus“, weil sich keine Leute mehr zur Verfügung stellten, um die enormen Aufgaben zu übernehmen.

Rolf Thieringer führte im Jahre 1967 bereits die ersten Gespräche mit dem damaligen Schulleiter Alfons Debler über die Organisation eines Fasnetsumzuges.
Im Jahr 1968 ergriffen Elmar Hörmle, Felix Hauser, Hermann Buschle, Bernhard Streicher, Rolf Thieringer und der damalige Bürgermeister Keller die Initiative, wieder einen Fasnetsumzug „auf die Beine zu stellen“. Im gleichen Jahr wurde auch zum ersten Mal die Zeremonie der Bürgermeisterabsetzung durchgeführt. Der Umzug, der dann auch durchgeführt wurde, sei jedenfalls großartig gewesen, erinnert man sich. Anzumerken ist noch, dass jedes Kind, das am Umzug teilnahm, ein kostenloses Weckle von Bäckermeister Rolf Thieringer bekam. In den nachfolgenden Jahren wurde dies von der Gemeinde Denkingen übernommen. Auch heute noch erhalten alle Kinder, die aktiv am Umzug teilnehmen, einen Schokoladenriegel von der Narrenzunft spendiert.

Unter dem Motto: „Bei uns am Klippeneck geht die Sonne nicht unter“, lud der TSV auf Freitag, den 23.02.1968 zu einem närrischen Programm in die Turnhalle ein. In der Zeit bis 1970 gesellten sich zu den Narren - gelbe Kutten mit Federehannesmaske - immer mehr dazu. Ohne große Organisation führten diese Narren die jährliche Straßenfasnet durch, die bis zum heutigen Tage noch einer der Höhepunkte der Denkinger Fasnet ist. Bis zur Gründung der Narrenzunft wurde der Umzug zunächst vom TSV und später dann vom Musikverein organisiert.

Auch die Rekruten beteiligten sich zu allen Zeiten am Fasnetstreiben.

Auf der Kutsche vorne mit Zylinder Max Betting (Kronenwirt) und Wilhelm Theiler, in der Kutsche Anton Fetzer und Karl Ott. Auf dem Pferd Franz Xaver Schnee.

Rekrutenwagen von 1929:

Ganz oben auf dem Wagen Karl Ott mit Zylinder (früherer Rentnerboss), neben ihm seine Frau,
davor, ebenfalls mit Zylinder, Anton Fetzer Schreinermeister.
Weiter auf dem Bild Konrad Roos, Ludwig Roos, Anton Dreher, Wilhelm Betting, German Fetzer, Alfred Martis, Jakob Roos, Erhard Hafner, Eugen Ott und Engelbert Bühler.

 

Anfang der siebziger Jahre versuchte Bernhard Streicher, der schon immer mit den Narren und der Fasnet verbunden war, eine neue Maske zu schnitzen. Sie sollte frei sein von den in unserem Raum vorkommenden Typen der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Die ersten beiden Masken waren bis zur Fasnet 1973 fertig. Als jedoch kurz davor sein Vater verstarb, mussten die Masken noch ein Jahr ruhen. In dem darauf folgenden Jahr wurde Bernhard Streicher von seiner Tochter Susi gedrängt, nun endlich auch ein neues Häs zu schaffen. Diesem Drängen ist es zu verdanken, dass nach dem Schmotzigen Donnerstag bis zum Fasnetmontag in einer Rekordzeit, gemeinsam mit Maria Hafner, das „Plätzle Häs“ entstand. Beim Umzug am Fasnetmontag 1974 erfreuten die ersten drei Klippenecker Plätzle Narren die Denkinger Bevölkerung. Im Jahr darauf waren es bereits 13 und bei der Gründung der Zunft 1976 war die Zahl der Plätzle Narren bereits auf 50 angestiegen. Bei der Gründung glaubten einige noch nicht an ein langes Leben der Narrenzunft. Doch hat sie sich in den zurückliegenden zwanzig Jahren ihres Daseins prächtig entwickelt und gute Fasnetstradition begründet und gefestigt.

Die Initiatoren der neu zu gründenden Narrenzunft, Ernst Mattes und Rolf Thieringer, begannen noch vor der Fasnet 1976 mit der Organisation. Beim Narrentreffen in Zepfenhan war der erste auswärtige Auftritt der Klippenecker Plätzle Narren. Die angehenden Zunfträte und der spätere Zunftmeister marschierten in blauen Bauernhemden mit. Die Begeisterung und der große Erfolg der Fasnet 1976 gaben enormen Auftrieb.

Die ersten Plätzle Narren im Jahre 1976. Im Vordergrund die Braut (Inge Thieringer) und der Bräutigam (Irma Roos).

So wurde am 20. November 1976 im Gasthaus zur „Krone“ die Narrenzunft Denkingen gegründet. Ernst Mattes wurde zum 1. und Rolf Thieringer zum 2. Zunftmeister gewählt. Die ersten Zunfträte waren Paul Buck, Lisbeth Betting, Heinrich Merkt, Maria Hafner, Gertrud Dreher, Alois Groß, Bernhard Streicher, Lothar Wagner, Willy Bronner, Josef Stegbauer und Hugo Roos.

Unvergesslich sind die Fasnetsveranstaltungen der folgenden Jahre in der Alten Turnhalle. Bis heute bleiben das „Loschohr“ (Josef Fetzer), „Erzengel Aloisius“ (Alois Groß), „Klein-Heinrich“ (Heinrich Stolze mit Frau Waltraud), die „Wäschweiber“ (Rosi Fahrländer und Irene Wagner), die „Wettbachlerchen“ mit Rolf Thieringer, Anton Hafner und weiteren Narrenräten ,sowie viele nicht genannte Mitwirkende in bester Erinnerung.
Auch die Fasnetsumzüge in Denkingen wurden jedes Jahr größer, bunter und vielfältiger. Die in der Zwischenzeit auf über 100 angestiegene Zahl der Klippenecker Plätzle Narren erfreuten die Zuschauer bei den Umzügen in Spaichingen, Frittlingen, Gosheim und in den Orten der näheren Umgebung.

Aufgrund des guten Auftretens der Zunft beim Ringtreffen am 23.01.1977 in Schramberg-Sulgen wurde die Narrenzunft Denkingen noch im gleichen Jahr bei der Ringversammlung in Tennenbronn in den Narrenfreundschaftsring Schwarzwald-Baar-Heuberg aufgenommen.

Bei einer Zusammenkunft in Thieringers Backstube am 10.02.1977 konnten sich die Zunfträte erstmals den von Franz Faitsch neu komponierten Denkinger Narrenmarsch anhören. Bereits im kommenden Jahr wurde der von Alfons Debler geschriebene Text zum Narrenmarsch gesungen.

Ein erster Höhepunkt im noch jungen Vereinsleben war das 15. Ringtreffen des Narrenfreundschaftringes Schwarzwald-Baar-Heuberg vom 5. bis 7. Februar 1982 in Denkingen. Mit über 4000 Narren und Musikern zog ein Umzug durch die Straßen, die von ca. 15000 Zuschauern gesäumt waren. Für alle Teilnehmer und die ganze Zunft sind dies unvergessene schöne Tage.

Bereits am 17. November 1978 wurde der bis zum heutigen Tage amtierende Ringpräsident Günter Hauser bei der Ringversammlung im einstigen „Kronensaal“ in Denkingen gewählt.

In der Zwischenzeit gab es auch bei der Denkinger Zunft eine Änderung. Bei der Generalversammlung am 11.11.1979 löste Alois Groß den Gründungszunftmeister Ernst Mattes ab. In den folgenden Jahren erhöhte sich die Zahl der Plätzle Narren kontinuierlich. Der Wunsch nach einer zweiten Narrenfigur beschäftigte die Räte schon eine ganze Zeit lang. Zum 10-jährigen Jubiläum der Zunft im Jahre 1986 wurde die neue Narrenfigur, das „Pfarrbach Weib“ vorgestellt.

Mit musikalischen Veranstaltungen begab sich die Narrenzunft auf Neuland. Den Auftakt bildete ein bunter Abend mit den Harzwaldmusikanten am 08.11.1980. Die Hochbergmusikanten, Ewald Sailer und die Geschwister Schneider sind sicher noch in guter Erinnerung, ebenso wie der Trachtenverein Tennenbronn. Mit dem Gastspiel des Heeresmusikkorps 10 der Bundeswehr am 17.11.1984 beendete die Narrenzunft diese Art der musikalisch kulturellen Veranstaltungen in Denkingen. Der Erlös aus dem Konzert mit dem Heeresmusikkorps wurde für den Bau der Friedhofskapelle und an die Behindertenschule in Heiligenbronn gespendet.

Der zehnte Geburtstag der Narrenzunft wurde am 25.01.1986 mit einem Brauchtumsabend in der Festhalle gefeiert. Erstmals stellten sich fünf Pfarrbach Weiber auf der Bühne vor. Sie wurden von Zunftmeister Alois Groß vorgestellt und ihre Entstehungsgeschichte wurde erläutert. Neben den Narrenzünften aus Gosheim und Sulz war auch die Zigeunerzunft aus Untertalheim zu Gast.

Die Narrenjahre verstrichen und jede Fasnet hatte ihre Glanz- und Höhepunkte. Von 1986 bis 1990 war Klaus Krell Zunftmeister und seit 1990 führt Jürgen Thieringer als Zunftmeister die Narrenschar an. Unter seinem Zepter wurde nicht nur der Denkinger Männertanzwettbewerb in die Welt gerufen, sondern auch das ewige Problem des Narrenstübles mit Lagermöglichkeit in Angriff genommen und auch gelöst. Das Ergebnis, ein schmuckes Narrenheim, wurde bereits am 23. und 24. Juni 1995 eingeweiht (siehe extra Bericht).

Die Aktivität und der Wille, etwas zu leisten um etwas zu bewegen und einfach dabei zu sein, war in den vergangenen 20 Jahren bei der Narrenzunft immer vorhanden. Ob Straßenfest, Sichelhenke, Jubiläen der örtlichen Vereine, sonstige Feste und Veranstaltungen in der Gemeinde, die Vertreter und Mitglieder der Narrenzunft waren immer mit dabei. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Fasnetsveranstaltungen ein fester Bestandteil im Jahresablauf der Veranstaltungen in Denkingen sind.

Vom Dreikönigstag bis Aschermittwoch ist Denkingen fest in der Narrenhand. Vom 19. bis 21. Januar 1996 feierte die Zunft ihr 20-jähriges Bestehen. Zunftmeister Jürgen Thieringer hatte mit seinen Zunfträten ein tolles Programm ausgearbeitet.

Wenn dieses Schild am Ortseingang zu sehen ist, dann weiß jeder, sie ist nicht mehr weit, die Fasnetzeit.

Auch die „Abstauber“ halten sich dann bereit und freuen sich auf ihre Arbeit.

Am Schmotzigen Donnerstag ist es dann endlich soweit ,
Büttel, Fuhrmann, Bauern und Hackerweiber, sowie Narren und Narrensamen ziehen mit Hacken, Egge und Gsprür durch’s Dorf, um die kommende Fasnet kräftig anzusäen.

Hier geht es immer sehr lustig und fröhlich zu. Es wird getanzt und gesungen, geschunkelt und gelacht.
Am meisten ist folgendes Lied zu hören:

 

Ein bisschen säen, ein bisschen hacken, so ziehen wir heute durch die Straßen, aus unserm Säckchen aus eigner Ernte, gedörrte Zwetschgen verschenken wir.

Refrain:
Hackerweiber s’ist soweit,
jetzt beginnt die närrisch Zeit.

Am Schmotzigen ist es bei uns immer schön,
nur wer mal dabei war, der kann uns verstehn,
drum Narren und Fuhrmann stimmt alle mit ein,
wir wollen heut nur fröhlich sein.

Refrain (von Rosi Fahrländer)

Die Denkinger Narrenschar im Jahre 1995 am Fasnetsonntag.
„Narrenräte, Plätzle Narren, Pfarrbach Weiber und Musikanten halten sich bereit, denn nur kurz ist die närrische Zeit.“
Gemeinsam geben wir bei jeder Veranstaltung und bei jedem Umzug ein aufeinander abgestimmtes und farbenprächtiges Bild ab.
Und unser Denkinger Narrenmarsch ist dann in unser aller Ohr:

Auf gehts ihr Narren hängt die Schelle um, hängt die Schelle um,
singe und springe du Klippenecker Plätzles Narr.
S’Frühjahr kommt der Lenz ist nah,
wir Narren wünschen gutes Jahr.
Bura rücket Eier raus,
der Segen kommt in Stall und Haus.
Juchhei die Fasnet, sie ist die schönste Zeit im Jahr,
drauf freun sich alle mit der frohen Denkinger Narrenschar.
Nun stimmt ein in froher Rund,
hoch leb die Plätzles Narrenzunft,
iß ,trink, wir sind gsund und gfräß
und haben Plätz am Häs.
Nun stimmt ein in froher Rund,
hoch leb die Plätzles Narrenzunft,
Vater, Mutter, Kind und Bäs,
rufen Plätz am Häs.

Der absolute Höhepunkt in unserer noch jungen Vereinsgeschichte:

Das 33. Ringtreffen des Narrenfreundschaftsringes Schwarzwald-Baar-Heuberg verbunden mit dem 25jährigen Vereinsjubiläum vom 19.-21. Januar 2001 in Denkingen.

Insgesamt wurden 8 Ausschuss-sitzungen und 25 Besprechungen mit den einzelnen Organisationsgruppen abgehalten, um das Ringtreffen in Denkingen zu organisieren.
5 Organisationsgruppen wurden von Zunftmeister Jürgen Thieringer zusammengestellt, welche die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen hatten.
Neben den Narrenräten waren Martin Thieringer, Rudi Bucher und Ewald Kaufmann ebenfalls in diesen Gruppen tätig.

Es wurde ein neues Vereinslogo gefertigt, das sich wie ein bunter Faden durch das ganze Programm unseres Jubiläums zog. Dieses war auch besonders zu sehen auf unseren Orden, den Umzugsplaketten, den Pins, die weiterhin als Sammelpins verkauft werden und auf der neu erschienenen CD mit unserem Narrenmarsch, welche ebenfalls zum großen Renner bereits vor den närrischen Tagen wurde.

Eine neue Straßendekoration haben wir eigenhändig geschaffen, die übrigens einmalig ist und jetzt die Umzugsstrecke mit unseren Farben und den Plätzle schmückt.

Bereits am 11.11. gaben wir in unserem Narrenstüble mit dem Helferfest den Startschuss für die anstehende Saison 2001.

Und dann war sie auch bald schon da die Fasnetzeit.

Nach dem Abstauben besuchten wir noch das Narrentreffen in Lauffen, bevor es dann so richtig ernst wurde.

Die Vorbereitungen für unser Ringtreffen liefen auf Hochtouren, man merkte so langsam jedem die Anspannung an, es konnte fast keiner mehr erwarten, bis es endlich los ging mit unserem Ringtreffen.

Am Freitagmorgen beim Narrenbaum schmücken, hatte es noch geregnet und geschneit, unser Feuerwerk war in Gefahr.
Aber wir hatten die Ruhe bewahrt und es kam, wie es immer wieder vorausgesagt worden war.

Der Narrenbaum – 25 Meter lang – konnte bei trockenem Narrenwetter vor zahlreichen Besuchern von unseren Freunden aus Heinstetten gestellt werden.
Nicht nur dem Schweiß der Heinstettener, sondern auch dem Schweiß unseres Bauhofes, mit an der Spitze Stefan Numberger und Eugen Dreher haben wir es zu verdanken, dass wir eine Saison lang solch ein Prachtexemplar von Narrenbaum vor dem Rathaus präsentieren konnten. All denen gilt unser gebührender Dank.

Dann folgte das Feuerwerk, das mit Sicherheit in Denkingen und darüber hinaus einmalig war. 30 Minuten lang hörte man Staunen und Jubel über das gelungene Werk.

Der anschließende Brauchtumsabend in der Festhalle war gelungen. Unser neuer Ringpräsident Josef Dorn konnte in einer gefüllten Festhalle die einzelnen Figuren gekonnt vorstellen. Noch nie hatte ein Ringpräsident so viele aufmerksame Zuhörer wie bei uns in Denkingen gehabt.

Dann kam der Samstag. Dies war ein sehr ergreifender Tag. Natürlich getragen vom Frühling haften Wetter war ganz Denkingen auf den Beinen. An allen Ecken und Enden wurde gearbeitet. Überall wurden Stände aufgestellt, um das Rathaus wurde eine Zeltstadt aufgebaut und an allen Häusern wurden Dekorationen angebracht.

Die gesamte Bevölkerung stand hinter ihrer Narrenzunft und wollte für den Sonntag geschmückt und gerichtet sein. Denkingen hat sich noch nie so präsentiert wie an diesem Sonntag. Und hier gilt der Dank der Narrenzunft ganz Denkingen für diese großartige Unterstützung.

Am Samstagabend ging dann das Paradestück – der 10. Männertanzwettbewerb in gewohnt souveräner Art über die Bühne.
Die prallvoll besetzte Festhalle – so viele Leute hat die Festhalle noch nie gesehen – stand Kopf. Es war eine Stimmung unter all den Narren, die mit nichts zu vergleichen war.
Unvergleichlich und unerwartet war vor allem auch die neidlose Stimmung der Teilnehmer. Noch nie gab es bei der Preisverleihung so eine ungetrübte Freude wie dieses Jahr.

Dann folgte der Höhepunkt eines jeden Ringtreffens – der Sonntag.

Nach dem Tagwachblasen durch die Jungmusiker des Musikvereins
Denkingen folgte der Festgottesdienst der Narren in der kath. Kirche.
Pater Alois vom Berg konnte durch unseren Zunftmeister erst am Samstagabend für den kurzfristig erkrankten Herrn Pfarrer Remmler verpflichtet werden. Pater Alois hielt einen unvergleichlichen Festgottesdienst. Als kleines Dankeschön wurde in der Kirche der 1. Jubiläumsorden an Pater Alois überreicht, was mit viel Beifall von allen Anwesenden aufgenommen wurde.
Mit dem Ausmarsch aus der Kirche kam die nächste Premiere – unser Narrenmarsch ertönte auf der Denkinger Kirchenorgel – gespielt von Martin Numberger. Ich glaube, dass dieser Gottesdienst mit Sicherheit auch in die Denkinger Kirchengeschichte eingehen wird.

Nach dem Zunftmeisterempfang in der Schulturnhalle, wo geladene Gäste aus nah und fern ihr Stelldichein gaben, folgte der große Höhepunkt unseres Jubiläums.

Die Sonnenstube Deutschlands hielt, was unser Zunftmeister Jürgen Thieringer immer versprach. Wir hatten Kaiserwetter in Denkingen und so kam es, Denkingen platzte fast aus allen Nähten.
Es gab eine Straßenfasnet, wie es sich der Zunftmeister immer erträumt hatte.
Ca. 20.000 Menschen säumten die Umzugsstrecke, teilweise bis in 10er-Reihen standen sie an der Umzugsstrecke und ca. 6000 Narren und Musikanten zogen durch die närrisch geschmückten Straßen Denkingens.
Es war grandios, was da los war. Tausende von Leuten waren friedlich in närrischer Stimmung vereint. So etwas hatte Denkingen noch nie gesehen.

Die Sonnenstube Deutschlands hielt, was unser Zunftmeister Jürgen Thieringer immer versprach. Wir hatten Kaiserwetter in Denkingen und so kam es, Denkingen platzte fast aus allen Nähten.
Es gab eine Straßenfasnet, wie es sich der Zunftmeister immer erträumt hatte.
Ca. 20.000 Menschen säumten die Umzugsstrecke, teilweise bis in 10er-Reihen standen sie an der Umzugsstrecke und ca. 6000 Narren und Musikanten zogen durch die närrisch geschmückten Straßen Denkingens.
Es war grandios, was da los war. Tausende von Leuten waren friedlich in närrischer Stimmung vereint. So etwas hatte Denkingen noch nie gesehen.

Dieser Erfolg wurde dann abends, wenn auch nur kurz, im Fernsehen gezeigt.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Narrenzunft Denkingen über 675 Mitglieder und ist der 2. größte Verein in Denkingen.


Jürgen Thieringer
Zunftmeister